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Am Mittwoch, den 07.01.2026, wurden wir gegen 05:30 Uhr zusammen mit zahlreichen weiteren Feuerwehren und anderen Hilfsorganisationen der Stadt Regensburg zu einem Großbrand im Regensburger Osten alarmiert. Bereits auf der Anfahrt erhellten der Feuerschein und die massive Rauchwolke den Nachhimmel.

Vor Ort bestätigte sich die Meldung einer in Vollbrand stehenden Lagerhalle, es kam aufgrund der Intensität des Brandes bereits zu mehreren Explosionen von Gasdruckbehältern. Durch die ersteintreffenden Kräfte der Berufsfeuerwehr und der Löschzuge Altstadt und Weichs wurde bereits ein umfangreicher Löschangriff aufgebaut.

Wegen des massiven Bedarfs an Löschwasser – unter anderem auch durch die Wenderohre von bis zu vier Drehleitern – verlegten wir zusammen mit weiteren Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Regensburg eine knapp 700 Meter lange Schlauchleitung von der Einsatzstelle in den Regensburger Westhafen. Dort erfolgte die Wasserentnahme aus dem Hafenbecken, wobei wurde neben unserer Tragkraftspritze (TS) eine weitere TS vom Abrollbehälter „Schlauch“ des Löschzugs Winzer genutzt wurde. Um den reibungslosen Betrieb der Wasserentnahmestelle sicherzustellen, unterstützen wir die Betreuung der eingesetzten Pumpen während der gesamten Einsatzdauer mit mehreren Einsatzkräften.

Im weiteren Einsatzverlauf wurden unsere beiden Löschgruppenfahrzeuge mit mehreren Atemschutztrupps in einem der vier Einsatzabschnitte zur Brandbekämpfung eingesetzt. Neben der Erkundung von anliegenden Lagerhallen fokussierte sich unsere Aufgabe schnell auf zwei Riegelstellungen, um die Ausbreitung des Brandes auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Unterstützt wurden wir hierbei von einer Drehleiter der Berufsfeuerwehr und mehreren Trupps aus anderen Einheiten der Feuerwehr Regensburg. Um den Brandfortschritt im Dach einer an das Brandobjekt angrenzenden Halle einzudämmen, wurden unter schwerem Atemschutz mehrere Zugänge mittels Trennschleifer und hydraulischem Rettungsgerät geschaffen.

Im Zuge der Nachlöscharbeiten mussten unter Zuhilfenahme von zwei Drehleitern und Kameraden der Höhenrettung der Berufsfeuerwehr Regensburg weite Teile der Dachkonstruktion geöffnet werden. Wir unterstützten diese zeitintensiven Maßnahmen mit weiteren Atemschutztrupps und koordinierten zusammen mit der Berufsfeuerwehr die weiteren Nachlöscharbeiten in unserem Einsatzabschnitt.

Die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und der einsetzende Schneefall stellten eine zusätzliche Herausforderung für alle eingesetzten Einsatzkräfte dar - gefrierendes Löschwasser überzog die Einsatzstelle innerhalb kürzester Zeit mit einer Eisschicht. Durch das Bayerische Rote Kreuz wurden im Laufe des Vormittags mehrere beheizte Zelte mit Sitzgelegenheiten aufgebaut, in denen sich unserer Kameraden und Kameradinnen mit einer warmen Mahlzeit und heißen Getränken aufwärmen konnten. Eine anliegende Firma stellte dankenswerterweise zusätzlich beheizte Aufenthalts- und Sanitärräume für die Einsatzkräfte bereit.

Gegen 14:00 Uhr entspannte sich die Lage soweit, dass wir aus dem laufenden Einsatz entlassen werden konnten. Aufgrund der nachfolgenden Aufräum- und Reinigungsarbeiten endete der Einsatz unserer Kameraden und Kameradinnen jedoch erst nach etwa 10 Stunden, gegen 15:45 Uhr. Insgesamt waren wir mit 30 Einsatzkräften und drei Einsatzfahrzeugen inkl. Mehrzweckanhänger im Einsatz.

Vielen Dank an alle eingesetzten Einsatzkräfte und Hilfsorganisationen für die reibungslose Zusammenarbeit!