Erwartungsgemäß sorgte die Silvesternacht wieder für ein erhöhtes Einsatzaufkommen der Feuerwehren in Regensburg. Zwischen 19 Uhr und 7 Uhr mussten knapp 30 Einsätze im Stadtgebiet abgearbeitet werden. Auch die Integrierte Leitstelle (ILS) musste eine Vielzahl an Notrufen und Einsätzen bearbeiten.
Ein Großteil dieser Einsätze waren Kleinbrände durch unsachgemäßen Umgang mit Pyrotechnik. Meist brannten hier Müllbehälter oder Kleidercontainer. Bei einer kurz vor Mitternacht gemeldeten Person in Wassernot musste die Feuerwehr nicht mehr eingreifen. Größere Brandereignisse waren erst am frühen Morgen des Neujahrstages gegen 6 Uhr zu verzeichnen. Fast gleichzeitig wurden mehrere brennende Container im Stadtwesten sowie ein brennender Unterstand für Mülltonnen im Kasernenviertel gemeldet. Hier drohte der Brand auf das nahegelegene Mehrfamilienhaus überzugreifen, weshalb zum aufgrund des Paralleleinsatzes reduzierten Löschzug die Freiwillige Feuerwehr (FF) Burgweinting alarmiert wurde. Mit einem C-Rohr konnte ein Übergreifen des Feuers verhindert werden. Unter anderem, weil jedoch ein Stromverteiler vom Brand betroffen war, dauerten die Nachlöscharbeiten länger an.
Da die Unterstützung der Feuerwehr Burgweinting hier nicht mehr erforderlich war, besetzten die Kameradinnen und Kameraden mit zwei Löschfahrzeugen die Hauptfeuerwache. Hier mussten sie auch direkt im Anschluss bei einer Wohnungsöffnung im Stadtgebiet eingesetzt werden – nach Verschaffung eines Zugangs zur Wohnung wurde ein Patient bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes durch die Feuerwehr betreut.
Alle weiteren in dieser Nacht gemeldeten Brandereignisse in oder an Gebäuden stellten sich glücklicherweise als bereits gelöscht oder von kleinerem Ausmaß dar. Zudem ist hervorzuheben, dass es bei keinem der Einsätze zu Übergriffen auf Einsatzkräfte der Feuerwehr oder ähnlichen Ereignissen kam.
Die Feuerwehr hatte sich auf das erhöhte Einsatzaufkommen organisatorisch und personell vorbereitet. Die Berufsfeuerwehr erhöhte die Wachstärke, sodass ein Tanklöschfahrzeug sowie eine Drehleiter zusätzlich besetzt werden konnten. Wie in den Jahren zuvor unterstützten auch zwei Einheiten der Freiwilligen Feuerwehren wieder mit einer Bereitschaft in ihrem Gerätehaus. Die Kameradinnen und Kameraden der FF Harting sowie des Löschzugs Winzer arbeiteten mehrere kleinere Brandeinsätze im gesamten Stadtgebiet eigenständig ab.
Auch die ILS wurde in der Nachtschicht wieder personell verstärkt. Kollegen des Stammpersonals sowie ein Kollege der Wachabteilung waren hier zusätzlich im Dienst, sodass die Einsätze in der besonders einsatzreichen Zeit um Mitternacht von bis zu neun Disponenten abgearbeitet werden konnten. Im Berichtszeitraum waren knapp 300 Anrufe, 124 Rettungsdiensteinsätze und 47 Feuerwehreinsätze zu bearbeiten – eine deutliche Mehrung im Vergleich zu „normalen“ Nächten.
Die Feuerwehr sowie die Leitstelle Regensburg bedanken sich ausdrücklich bei allen Einsatzkräften der Polizei und des Rettungsdienstes für die gute Zusammenarbeit!

