Bereits zum 14. Mal machte sich die Freiwillige Feuerwehr Burgweinting auf den Weg zur traditionellen Radwallfahrt nach Altötting. Die inzwischen fest etablierte Veranstaltung findet im zweijährigen Rhythmus statt und erfreut sich bei den Teilnehmern großer Beliebtheit. Auch in diesem Jahr lockte die Wallfahrt zahlreiche Mitglieder und Freunde der Feuerwehr auf ihre Fahrräder, um gemeinsam zwei Tage lang sportliche Herausforderung, Kameradschaft und gelebten Glauben miteinander zu verbinden.
Bei strahlendem Sonnenschein und bester Stimmung trafen sich die Teilnehmer am frühen Morgen des 11. Juli am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Burgweinting. Während die letzten Vorbereitungen getroffen wurden, verluden die Radfahrer ihr Gepäck in den begleitenden LKW, der für den sicheren Transport der Ausrüstung sowie für die notwendige Unterstützung während der gesamten Tour sorgte. Unter der Leitung des Vorsitzenden Marco Schimmich und des Kommandanten Stefan Prechtl machte sich die 19-köpfige Gruppe anschließend auf den Weg zur Franziskuskirche in Burgweinting.
Dort wurden die Wallfahrer bereits von Pfarrer Michael Hoch erwartet, der den Teilnehmern vor dem offiziellen Start den Reisesegen spendete. Er bat um den Schutz Gotttes für die bevorstehenden Kilometer und wünschte allen eine sichere und unfallfreie Fahrt. Gestärkt durch diese guten Wünsche starteten die Radfahrer vom Kirchplatz zu ihrer ersten Etappe.
Die Strecke führte zunächst nach Hellkofen, wo eine erste kurze Verschnaufpause eingelegt wurde. Die angenehmen Temperaturen der Morgenstunden und die hervorragenden Bedingungen sorgten für einen idealen Auftakt. Schon hier zeigte sich die ausgezeichnete Gemeinschaft innerhalb der Gruppe, die sich gegenseitig unterstützte und motivierte.
Das nächste Ziel war das Gasthaus Hagn in Sallach. Dort wartete bereits ein zünftiges Weißwurstfrühstück auf die Radler. In geselliger Runde stärkten sich die Teilnehmer für die weiteren Kilometer. Gut versorgt und voller Tatendrang ging es anschließend weiter in Richtung Dreifaltigkeitsberg. Dort standen die ersten anspruchsvollen Anstiege auf dem Programm, die den Fahrern einiges an Kondition abverlangten. Doch mit viel Ehrgeiz, gegenseitiger Unterstützung und dem festen Willen, das gemeinsame Ziel zu erreichen, wurden auch diese Herausforderungen erfolgreich gemeistert.
Nach einer ausgiebigen Mittagspause führte der Weg durch die reizvolle niederbayerische Sommerlandschaft. Vorbei an goldgelben, bereits nahezu erntereifen Feldern, durch kleine Ortschaften und entlang idyllischer Wege konnten die Teilnehmer die Schönheit der Region genießen. Ein besonderes Highlight war die Fahrt über den weit bekannten „Eberhofer-Kreisel“, der vielen durch die beliebten Eberhofer-Krimis ein Begriff ist.
Am späten Nachmittag erreichte die Gruppe schließlich ihre Übernachtungsorte in Steinberg beziehungsweise Reisbach. Nach den zahlreichen Kilometern im Sattel freuten sich alle auf eine wohlverdiente Erholungspause. Der Tag klang bei einem gemeinsamen Abendessen in gemütlicher Atmosphäre aus. Die Erlebnisse der ersten Etappe wurden noch einmal ausführlich besprochen, während viele Teilnehmer bereits den zweiten Wallfahrtstag in den Blick nahmen. Einige besonders sportliche Radfahrer hatten jedoch noch nicht genug Bewegung und nutzten die Gelegenheit zu einem erfrischenden Besuch im Freibad Steinberg, wo sie den warmen Sommertag mit einem Sprung ins kühle Nass ausklingen ließen.
Am frühen Morgen des zweiten Tages hieß es erneut: Aufbrechen in Richtung Altötting. Nach einem stärkenden Frühstück machten sich die Wallfahrer auf die letzte Etappe ihrer Reise. Auch an diesem Tag warteten noch einige „Bergwertungen“ auf die Teilnehmer. Doch die Gruppe bewies erneut ihre gute körperliche Verfassung und meisterte sämtliche Anstiege mit Bravour. Die Vorfreude auf das Ziel wuchs mit jedem zurückgelegten Kilometer.
Ein inzwischen liebgewonnener und fester Bestandteil der Radwallfahrt ist der Zwischenstopp im Café Kronberger in Winhöring. Dort stärkte sich die Gruppe bei frischem Gebäck, Kaffee und weiteren Köstlichkeiten für die letzten Kilometer. In entspannter Atmosphäre wurde noch einmal Kraft gesammelt, bevor es auf die Schlussstrecke ging.
Von nun an war das Ziel bereits zum Greifen nah. Immer wieder ertönte vom Begleitfahrzeug die bekannte und motivierende Ansage „Aufsitzen!“, die bei den Teilnehmern längst Kultstatus genießt. Gemeinsam machte sich die Gruppe auf den letzten Abschnitt nach Altötting und erreichte schließlich den Busparkplatz der Wallfahrtsstadt. Dort wartete bereits der Begleit-LKW, der die Fahrräder für den Rücktransport nach Burgweinting aufnahm.
Nach einer kurzen Gelegenheit zur Erfrischung trafen die Radfahrer auf dem Kapellplatz auf Pfarrer Michael Hoch sowie die mit dem Bus angereisten Gemeindemitglieder. Die Freude über das Wiedersehen war groß und schnell entstand eine eindrucksvolle Gemeinschaft aus Radwallfahrern und Pilgern.
Höhepunkt der Wallfahrt war der gemeinsame Gottesdienst unter der Leitung von Pfarrer Michael Hoch. In der besonderen Atmosphäre Altöttings nahmen alle Teilnehmer die Gelegenheit wahr, innezuhalten, Dankbarkeit auszudrücken und gemeinsam ihren Glauben zu leben. Anschließend kehrte die gesamte Gruppe zum traditionellen Mittagessen im Gasthof Plankl ein. Bei gutem Essen und vielen Gesprächen wurden die Erlebnisse der vergangenen beiden Tage noch einmal Revue passieren lassen.
Nach einigen schönen und geselligen Stunden in Altötting trat die Pilgergruppe am Nachmittag die Heimreise nach Burgweinting an. Dort angekommen, standen die Fahrräder und das Gepäck bereits im Feuerwehrhaus bereit. Während die Räder ausgeladen und die letzten organisatorischen Aufgaben erledigt wurden, ließen die Teilnehmer das gelungene Wochenende in kameradschaftlicher Runde ausklingen.
Die 14. Radwallfahrt der Freiwilligen Feuerwehr Burgweinting war erneut ein voller Erfolg. Sie verband sportliche Leistung, gemeinschaftliches Erleben und spirituelle Besinnung auf besondere Weise. Ein herzlicher Dank gilt den Fahrern der Begleitfahrzeuge, die während der gesamten Tour für Sicherheit und Unterstützung sorgten, sowie allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die mit ihrem Engagement, ihrer Disziplin und ihrer guten Laune zum Gelingen dieser besonderen Wallfahrt beigetragen haben.