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17 Einsätze an zwei Tagen, ein 24-Stunden-Dienst in drei Schichten – so lautet die Einsatzbilanz unserer Feuerwehr aufgrund des Starkregens am Wochenende und des darauffolgenden Hochwassers Anfang Juni.


Bereits in den Mittagsstunden wurden wir am Samstag, 01.06.2024, zu zahlreichen Unwettereinsätzen infolge des anhaltenden Regens alarmiert. Bis spät in die Abendstunden hinein waren wir mit knapp 30 Kameraden und Kameradinnen und unseren drei Fahrzeugen inklusive Mehrzweckanhänger an insgesamt 10 Einsatzstellen tätig. In neun Fällen galt es mit Hilfe diverser Tauchpumpen und Wassersauger vollgelaufene Keller auszupumpen. Einziger „Ausreißer“ des Tages war ein gemeldeter Kleinbrand. Vor Ort wurde ein – trotz strömenden Regens – brennender Mülleimer vorgefunden. Durch den Einsatz einer Kübelspritze konnte der Brand rasch gelöscht werden. Nach kurzen Aufräumarbeiten und gemeinsamer Verpflegung bei Pizza und kalten Getränken ging es für unsere Kameraden und Kameradinnen in die verdiente Nachtruhe.


Nach einer ruhigen Nacht klingelten am Sonntag gegen 15:00 Uhr ein weiteres Mal die Funkmelder. Ein erneuter Starkregenschauer sorgte für sieben weitere Einsätze für unsere Wehr. Während sich die Einsätze am Samstag auf unser Einzugsgebiet beschränkten, rückten wir am Sonntag in sechs Fällen zu Unwettereinsätzen in andere Stadteile Regensburgs aus. Zusätzlich arbeiteten wir einen Wasserschaden, sowie die Reinigung einer verschmutzen Straße im eigenen Einsatzgebiet ab. Auch der Sonntag endete für unsere Kameraden mit Reinigungs- und Aufräumarbeiten und gemeinsamer Verpflegung am Gerätehaus.


Aufgrund der anhaltenden Regenfälle im gesamten Freistaat entwickelte sich zu Beginn der neuen Woche eine Hochwasserlage in Stadt und Landkreis Regensburg, woraufhin am Dienstag, den 04.06., der Katastrophenfall in Regensburg ausgerufen wurde. Zur besseren Aufteilung der Einsatzbelastung wurde ein gemeinsamer Schichtplan für die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Regensburg erstellt.


So meldete sich am bereits am Montagabend die erste Schicht mit zwölf Kameraden bei der mittlerweile eingerichteten Einsatzzentrale des Führungsstabes. Zusammen mit weiteren Einheiten der Feuerwehr, des THW und der Wasserrettung wurden die Anwohner der durch das Hochwasser bedrohten Werftstraße evakuiert. Anschließend wurden durch die erste Schicht und die ablösende zweite Schicht zahlreiche Sandsäcke befüllt und für den Weitertransport auf Paletten gestapelt. Ebenfalls übernahm die zweite Schicht weitere Sicherungsaufgaben an der mittlerweile evakuierten Werftstraße, welche von der dritten und vorerst letzten Schicht übernommen und fortgeführt wurden.


Insgesamt waren wir mit 36 Einsatzkräften in drei Schichten über 24 Stunden im Hochwassereinsatz. Aufgrund der stabilen Lage und der zahlreichen Unterstützung durch externe Kräfte weiterer Hilfsorganisationen konnte der Schichtbetrieb unserer Wehr bereits nach drei Schichten eingestellt werden.


Wir bedanken uns bei allen eingesetzten Kameraden und Kameradinnen, sowie deren Arbeitgebern für die unkomplizierte Freistellung der Einsatzkräfte!