Sportlich, kreativ, spannend – war die Hüttenfahrt unserer Jugend

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Vom 27. Oktober bis 01. November stand die alljährliche Hüttenfahrt unserer Jugendfeuerwehr in Karlstein an. Der zusätzliche Feiertag wurde direkt ausgenutzt, sodass insgesamt 25 Jugendliche, die Jugendwarte und ein Stab an Betreuern sechs Tage in der Unterkunft, einem ehemaligen Schulhaus, verbrachten. 

Nachdem die Zimmer sowie die Betten bezogen waren, wurden die anwesenden Teilnehmer über die allgemeinen Hüttenregeln aufgeklärt. Kurz darauf gab es dann auch bereits das Abendessen und wenig später versammelten sich alle in der Turnhalle, in der zwei Gruppenspiele abgehalten wurden.

Am Samstagvormittag wurden dann zahlreiche Kürbisse ausgehöhlt und mit grimmigen Fratzen versehen. Insbesondere das Aushöhlen sorgte bei dem einen oder anderen Jugendlichen für Verwunderung. Wie sich zeigte war nicht jedem bewusst, dass eine derartige Rübe über reichlich Fruchtfleisch im Inneren verfügt. Zum Ende verfügten aber alle Kunstwerke über einen hohlen Bauch, sodass uns am Abend 30 Halloween-Kürbisse anlachten. 

Nach dem Mittagessen machten wir uns zum Sportplatz auf, dort angekommen wurde ein kleines Turnier in den Disziplinen Hockey und Fußball abgehalten. Die Abwesenheit der Jugendlichen wurde zur Vorbereitung der am Abend stattfindenden „Ganovenjagd“ genutzt. Nach dem Abendessen war es dann soweit, die Jugendlichen wurden in vier Gruppen aufgeteilt und in das Spiel eingeführt. Hierzu wurde im Vorfeld der Hüttenfahrt ein aufwändiges Video produziert, in dem den Jugendlichen ein Auftrag vermittelt wurde: Die Nachwuchsganoven sollten in ein Bankgebäude eindringen und dort ein Schließfach, das mit vier Kombinationen gesichert war, öffnen. Bevor sie in das Geldhaus einbrechen konnten, mussten sie sich von vier Personen die Codes für das Schließfach besorgen. Der Auftrag klingt zunächst überschaubar, entwickelte sich aber zu einer abenteuerlichen und spannenden Mission. Am Ende meisterten aber alle vier Banden die Challenge!

Am nächsten Tag war die Kreativität unserer Jugend gefragt. Die Aufgabe war, in ein Theaterstück zehn völlig voneinander losgelöste Begriffe einfließen zu lassen. Am Vormittag machten sich wiederum vier Gruppen mit ihren Betreuern an die Entwicklung einer Story. Sobald das Drehbuch fertig gestellt war, galt es eine passende Kulisse zu bauen. Hierfür stand jedem Team das gleiche Material zur Verfügung. Am Nachmittag wurde mit dem fertigen Bühnenbild fleißig geprobt, da am Abend die einzelnen Vorführungen anstanden. Jede Schauspielgruppe lieferte ein sehr interessantes und amüsantes Theaterstück. Alle Beteiligten waren von ihrer eigenen Leistung und den Ergebnissen der anderen Gruppen überrascht und begeistert.

Am Montag stand die mittlerweile traditionelle „Schnitzeljagd“ an. Die Jugendlichen hatten eine ca. 10 Kilometer lange Strecke mit insgesamt acht Stationen zu absolvieren. Bei einer Station musste beispielsweise so viel Mehl wie möglich mit einem Löffel von A nach B transportiert werden. Besonderheit dabei war, dass die Jugendlichen nur ihren Mund als Hilfsmittel verwenden durften. Nach gut sechs Stunden Marsch trafen unsere Mädls und Jungs dann wieder in der Unterkunft ein. 

Gestärkt vom Abendessen stand das Spiel „Zwei Teams und ein Stefan“ auf dem Plan. Das Game orientiert sich an der TV-Show „Schlag den Star“, mit dem Unterschied, dass bei uns zwei Gruppen gegeneinander antreten. Kickern, Billardspielen, Tischtennis und Schmecken sind nur einige Beispiele für die zu absolvierenden Spiele.

Zahlreiche Insekten-Hotels entstanden am letzten Tag. Die Jugendlichen erhielten hierfür einen vorgefertigten Bausatz und Werkzeug. Nach gut zwei Stunden schrauben, hämmern und kleben waren die Gästehäuser dann bezugsbereit. Die Hoteleröffnungen sind allesamt für das kommende Frühjahr in der Urlaubsregion Burgweinting vorgesehen ;-)  

Am Nachmittag wurde eine kleine Feuerwehr-Olympiade veranstaltet. Schlauchkegeln, Schwammwurf und  Feuerwehrknoten sind nur ein paar Stationen, die unsere Jugendlichen durchliefen. Bei den Aufgaben waren vor allem das Geschick und der Teamgeist der Gruppen gefragt. 

Den Abschluss der diesjährigen Hüttenfahrt gründete die Halloween-Nachtwanderung. Gemeinsam mit ihren Jugendwarten bewältigten insgesamt drei Gruppen die Wegstrecke. Die Marschroute führte durch einen dunklen Wald und schon bald versperrte ein großes Spinnennetz den Weg. Kurz nachdem das Hindernis gequert wurde folgte die nächste Aufgabe, es musste ein Runen-Schriftzug übersetzt werden. Im Anschluss hinderte der Henker die Gruppen an deren Weiterreise. Der Scharfrichter machte den Nachtschwärmern zur Aufgabe, ihm beim Bau einer Foltermaschine zu unterstützen. Am Ende der Wanderung forderten zwei Wegelagerer die Gruppen noch zu einem Spiel heraus. Aber auch den letzten Programmpunkt bewerkstelligten unsere Mädls und Jungs tapfer und mutig.

Am Mittwochvormittag wurde abschließend die gesamte Unterkunft geputzt und gereinigt. Nach gut drei Stunden war die Schlacht geschlagen und ein paar Jugendliche nahmen die Erfahrung, dass sich eine Toilette nicht von selbst reinigt, mit nach Hause. 

Bei einem waren sich aber alle einig, die sechs Tage sind wieder einmal viel zu schnell vorbei gegangen und man freut sich bereits heute auf die Hüttenfahrt im kommenden Jahr! (prs)  

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