"Illegales Sprengstofflabor" bildet Übungsszenario für ATF und Dekoneinheit der FF Burgweinting

Am 04. November beteiligten sich 12 Aktive der FF Burgweinting an einer Gefahrgutübung der Analytischen Task Force (kurz ATF) aus München und Dortmund am Truppenübungsplatz in Oberhinkofen.

Die ATF des Bundes ist eine Spezialeinheit, die durch Vorhaltung von Mitarbeitern mit entsprechender Qualifikation und technischem Gerät den Feuerwehren vor Ort hoch qualifizierte Unterstützung bei Gefahrgutlagen in Form von Erkundung, Probennahmen  und Analysen, sowie Handlungsempfehlungen bieten kann. Das Übungsszenario war folgendermaßen: Aus einer aufgelassenen Baracke mit anschließendem Bunkerbereich dringt Rauch. Die anrückende Feuerwehr erkundet mit dem Ergebnis, dass kein Brand vorliegt, sondern die Ursache wohl von einer chemischen Reaktion stammt. Weiteres Nachfragen lässt auf ein illegales Labor schließen, in dem Sprengstoffe hergestellt werden. Daraufhin verständigt die örtliche Feuerwehr die Analytische Task Force.
Im weiteren Übungsgeschehen nehmen die Spezialkräfte Stoffproben, analysieren diese im mobilen Chemielabor und bestimmen die vorgefundenen Rohstoffe, welche rund um die Destillationsapparatur gefunden wurden. Dabei gehen die Trupps unter leichtem Chemiekalienschutzanzug und schwerem Atemschutz höchst strukturiert vor. Der Faktor "Zeit" spielt hier eine eher sekundäre Rolle (... was einem Feuerwehrler nur eher schwer zu vermitteln ist :-)).
Die Rolle der Burgweintinger Einsatzkräfte lag in der Dekontaminierung der ATF Kräfte unter Schutzkleidung. Die FF Burgweinting ist seit einem Jahr in Besitz eines Dekontaminations-LKW´s (kurz Dekon P). Um die Einsatzkräfte von chemischen Substanzen zu reinigen wurde der gesamte Dekon-Platz aufgebaut, dieser besteht aus einer Personendusche, einem beheizten Auskleide-, Dusch- und Ankleidezelt sowie umfangreicher Infrastruktur für Frisch- und Abwasser.
Für unsere Teilnehmer war dies ein realitätsnahes Übungsgeschehen, um die Abläufe beim Säubern von Einsatzkräften und Messproben, beim fachgerechten Entkleiden der CSA-Trupps und der Entsorgung von kontaminierten Medien zu üben.
Als Übungsbeobachter agierten Führungskräfte der Berufsfeuerwehren aus Dortmund, München und Regensburg sowie der Staatlichen Feuerwehrschule Regensburg. (ebw)

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