Gasexplosion in ehemaligem Fabrikgelände – eine Großübung der FF Burgweinting

Rauch quillt aus zerborstenen Fenstern, an mehreren Stellen lodern Flammen, eine gewaltige Gasflamme schießt aus einem abgerissenen Schieber. Menschen rufen um Hilfe, mehrere kleine Explosionen sind zu hören – ein Horrorszenario, das es am Samstag, 20. September 2014 im Rahmen einer groß angelegten Übung für knapp 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Rettungshundestaffel zu bewältigen galt!
 
Übungsannahme war eine Gasexplosion auf einem ehemaligen Fabrikgelände, wodurch es zu Teileinstürzen an Gebäudeteilen kam. In der ersten Alarmierung rückte ein Löschzug, bestehend aus den Fahrzeugen der FF Burgweinting, dem ELW der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung sowie der Drehleiter der Berufsfeuerwehr, zum „Einsatzort“ in der Dieselstraße aus. Beim Eintreffen schlug den Kräften eine riesige Gasflamme, simuliert durch den Mobile Firetrainer der BF, entgegen. Außerdem brannten „Trümmer“ an zwei Stellen im Hof. Ein PKW, der zum Zeitpunkt der Explosion das Gelände befuhr, wurde von der Druckwelle erfasst, der Fahrer von einer Eisenstange durchbohrt. Der Beifahrer rannte im Schock davon. Aus einem Gebäude drang Rauch, Personen schrien um Hilfe, die Eingänge waren jedoch verschlossen…
 
Während sofort weitere Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren Graß und Obertraubling nachgefordert wurden, begann die Brandbekämpfung mit zwei C-Rohren und die Personenrettung am PKW. Weil der Hausmeister von zahlreichen Vermissten berichtete, wurde die Rettungshundestaffel alarmiert. Zeitgleich traf der Rettungsdienst der Johanniter Unfallhilfe mit einem Großaufgebot am Ort des Geschehens ein.
 
Innerhalb einer Stunde gelang es den knapp 100 Übenden, zwanzig Verletzte aus teils komplizierten Zwangslagen zu befreien, medizinisch zu versorgen und (simuliert) Krankenhäusern zuzuführen. Auch die Brandbekämpfung und damit verbunden die Bergung etlicher Gasflaschen wurde rasch und zielführend durchgeführt.
 
Im Anschluss an die Übung gab es für die gesamte Mannschaft eine Brotzeit im Hof, während sich die Führungskräfte und Übungsbeobachter zur Nachbesprechung am ELW sammelten. Die Übung verlief für alle beteiligten Organisationen sehr positiv. Ein besonderes Augenmerk lag darauf, die Kommunikation und Koordination unter den verschiedenen Einheiten zu testen und zu verbessern.
 
Ein herzliches Dankeschön gilt der Firma Kern Schrott Recycling für die Überlassung des Übungsgeländes und die Bereitstellung von Getränken, besonders Herrn Parzefall, der auch die Aufbauarbeiten tatkräftig an mehreren Tagen unterstützte. Ein weiterer Dank gilt den vielen freiwilligen Helfern aus den Reihen der FF Burgweinting bei den umfangreichen Vorbereitungsarbeiten, sowie der Berufsfeuerwehr Regensburg, Hr. BOI Thomas Männer, für die Bereitstellung von Fahrzeugen und Übungsgerätschaften. (Bu)

b_240_144_16777215_00_images_Artikel_2014_Uebung_Dieselstrasse_1.JPGb_240_144_16777215_00_images_Artikel_2014_Uebung_Dieselstrasse_2.JPGb_240_144_16777215_00_images_Artikel_2014_Uebung_Dieselstrasse_3.JPG


Zum Artikel der Mittelbayerischen Zeitung >>>

Zum Artikel des Wochenblatts >>>