Ein Highlight bei der Jugendfeuerwehr Burgweinting: FIREFIGHTER RESCUECAMP

Alle zwei Jahre findet bei der Jugendfeuerwehr Burgweinting das so genannte Firefighter Rescuecamp statt. Anderswo bekannt als Berufsfeuerwehrtag, sind die Jugendlichen hierbei 24 Stunden lang am Gerätehaus anwesend, schlafen und essen zusammen, nehmen an Ausbildungen teil – und warten auf „Einsätze“, wie bei der Berufsfeuerwehr eben!

Am 25. Oktober um 17:00 Uhr war es so weit für die über 20 Jungen und Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren: Die „Wachstube“ wurde bezogen, anschließend versammelten sich alle im Hof zur Dienstübernahme. Stefan Prechtl, Jugendwart und Hauptorganisator, erläuterte alles Wesentliche zum Camp und teilte die einheitliche „Dienstkleidung“ aus. Jeder Teilnehmer erhielt ein exklusives T-Shirt.

Noch vor 18 Uhr ertönte erstmals der Alarmgong. Löschgruppenfahrzeug und Mehrzweckfahrzeug wurden zu einer unklaren Rauchentwicklung gemeldet. Glücklicherweise stellte sich die Ursache lediglich als Grillfeuer heraus, sodass alle rechtzeitig zum Abendessen wieder auf der Wache waren.

Im Laufe des Abends galt es außerdem, eine Person mittels Bolzenschneider aus einem eingestürzten Schacht zu befreien, einen Verunglückten an einem Hang im Wald zu finden und mit Hilfe von Feuerwehrleinen und Krankentrage zu retten.

Gegen 22 Uhr wurde wiederum zur Rauchentwicklung alarmiert – bei der Feuerstelle im Aubachpark solle es brennen. Beim Eintreffen des Löschzugs bestätigte sich die Vermutung: Ein Schuppen brannte in voller Ausdehnung! Doch damit nicht genug, der nächste Hydrant war knapp 400m entfernt – somit galt es, bevor der Löschangriff mit zwei C-Rohren starten konnte, fast 20 B-Schläuche zu verlegen. Von der Hütte war zwar leider nicht mehr viel über, dennoch dürfte es sich bei diesem Einsatz um das Highlight des Tages gehandelt haben!

Über Nacht war den Jugendlichen eine Verschnaufpause gegönnt. Erst kurz vor sechs Uhr morgens wurden sie – wie auch manch ahnungsloser Betreuer - wieder vom Alarmgong geweckt. „Personensuche im Weintinger Forst!“, schallte es durch die Gänge, während die Besatzungen von Mehrzweckfahrzeug und Tanklöschfahrzeug zu ihren Spinden rannten. Kurze Zeit später erreichten beide Fahrzeuge im Morgengrauen die Einsatzstelle, wo bereits Einweiser warteten. Zwei Wanderer wurden vermisst, konnten aber nach kurzer Suche von der Besatzung des TLF aufgefunden und erstversorgt werden.
 
Nach dem Frühstück schon wieder Alarm für das TLF: Brand eines Papiereimers an der Bushaltestelle – hier erlaubte sich lediglich jemand einen bösen Streich. Kurz darauf rückte das LF zum Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen aus. Während ein Verletzter unter dem Fahrzeug eingeklemmt war und mittels hydraulischer Winde befreit werden musste, war ein weiterer im Fahrzeug eingeschlossen. Ein Kind wurde aus dem Fahrzeug geschleudert und hing im Baum fest. Weil die Lage doch sehr umfangreich war, wurde das Mehrzweckfahrzeug nachgefordert. Bald konnte die Lage stabilisiert werden, alle Kräfte konnten abrücken.
 
Weiterhin folgten noch ein Wasserschaden und ein PKW-Brand, beides kleinere Einsätze. Nach dem Mittagessen, gegen 14 Uhr, ertönte ein letztes Mal der Alarmgong: „Wohnhausbrand, mehrere Personen in Gefahr“ lautete der Einsatzbefehl für alle drei Fahrzeuge. In der ehemaligen Kaserne an der Landshuterstraße sollte es im zweiten OG brennen. Beim Eintreffen riefen bereits Menschen an Fenstern um Hilfe, auch Rauch war schon von außen sichtbar. Sofort wurden zwei Steckleitern in Stellung gebracht, die Personen ins Freie geführt und der Brand mit zwei C-Rohren gelöscht.

Wieder zu Hause angekommen, mussten nun die Fahrzeuge wieder auf Vordermann gebracht werden. Keine leichte Aufgabe nach 11 Einsätzen, die teils in den tiefsten Weintinger Forst führten!

Trotz aller Müdigkeitserscheinungen waren sich alle Teilnehmer einig: Eine sehr gelungene Veranstaltung, die auf jeden Fall wiederholt werden muss! (Bu)

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