Alles neu zu Weihnachten: Atemschutzübung mit neuem Equipment

Die Feuerwehr Burgweinting erhielt Ende November 2012 im Zuge der stadtweiten Umrüstung von Normaldruck- auf Überdruckgeräte acht neue Atemschutzgeräte. Die Vorteile der modernen Technik liegen auf der Hand: Durch die Verwendung von Composite-Flaschen anstatt der bisherigen Stahlbehältnisse wird das Gewicht eines Pressluftatmers von ca. 18kg auf 11kg reduziert. Außerdem steht – daher der Name Überdruckgerät – innerhalb der Maske immer ein gewisser Innendruck an, der höher ist als der Umgebungsdruck, sodass bei einer eventuellen Undichtigkeit keine Rauchgase oder Schadstoffe eindringen können und der Träger so besser geschützt werden kann.


Außerdem führte die FF Burgweinting ebenfalls im November 2012, nach bereits seit Juli durchgeführten Versuchen bei diversen Übungen, das Schlauchpaket nun auch im Einsatzdienst ein. Dieses dient dazu, im Innenangriff eine schnell und optimal verlegte, platzsparende und leicht handzuhabende Schlauchreserve zur Verfügung zu haben – in unserem Fall zur besseren Sichtbarkeit neongelb und 30m lang ohne eine Kupplung, die sich ständig irgendwo verhaken kann.

Natürlich muss mit neuen Dingen immer viel geübt werden, um den sicheren Ablauf gewährleisten zu können. Hierfür trafen sich am Samstag, 15.12.12, elf Atemschutzgeräteträger der FF Burgweinting, um sich im Rahmen mehrerer Übungen an die neuen Geräte zu gewöhnen. Peter Buhl und Christian Bischoff hatten sich bereit erklärt, die Szenarien auszuarbeiten und so manche Schwierigkeit für die Geräteträger bereit zu halten.

Für die Trupps galt es, bei Nullsicht (dargestellt durch einen Müllsack über dem Kopf) zur Bekämpfung eines fiktiven Kellerbrandes vorzugehen. Während der Angriffstrupp sich zum Brandherd vorarbeitete, wurde einer der beiden Trupppartner bewusstlos. Nun galt es, den Ablauf eines Atemschutznotfalls durchzuspielen – Aktivierung des Sicherheitstrupps und Rettung des verunglückten Kameraden. Natürlich ebenfalls unter Nullsicht – „mit Sicht kann ja jeder!“.

Erschwert wurde der „Einsatz“ der Trupps durch laute Musik im Treppenraum und eingespielte Brandgeräusche, Martinhorn und Hilfeschreie im „Brandraum“. Hin und wieder kam auch die Sirene eines Megafons zum Einsatz, um die Kommunikation der Trupppartner zu behindern.

Schnell wurden alle Beteiligten an die Grenzen des für sie möglichen geführt und für manch einen war die Arbeit bei völliger Dunkelheit ebenfalls eine neue Erfahrung im Gegensatz zu den sonst eingesetzten Nebelgeräten. Nach etwa drei Stunden hatte jeder einen „Einsatz“ unter Atemschutz hinter sich, sodass wir nach den Aufräumarbeiten den Heimweg antreten konnten – gewappnet für den ersten Einsatz mit der neuen Technik! (Bu)

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