Wenig Schlaf, viel Spaß und viel zu kurz - Hüttenwochenende der Jugendfeuerwehr

Am 01.11.2012 brach die Jugendfeuerwehr, insgesamt 29 Jugendliche und Betreuer, zum mittlerweile alljährlichen Hüttenwochenende auf. In diesem Jahr ging's nach Weiden in die Blockhütte des dort ansässigen Pfadfinderstamms.

In Weiden angekommen hieß es zunächst einmal für den einen oder anderen Jugendlichen bzw. den jeweiligen Chauffeur die im Wald versteckte Hütte zu finden. Nachdem die Hütte einige Tage leer Stand waren die Räume ausgekühlt. Der Kälte wurde aber schon bald mit einem im Haus eingebauten Holzofen der Kampf angesagt.


Gegen Mittag war dann die Sippe komplett und die Zimmer wurden bezogen. Doch schon bald kam die erste Beschwerde „Hey in unserem Zimmer friert man sich ja den ***** ab!“ - nein, es waren nicht die Mädls sondern die Jungs. Daraufhin rückte der Hausmeistertrupp aus, das Problem war schnell lokalisiert, der Heizkörper entlüftet und das Zimmer warm. Kaum war der Einsatz zu Ende war auch schon der nächste Notruf eingegangen, die Backröhre des Herds war defekt. Auch dieser Mangel war schnell behoben und schon bald konnte der Leberkäse serviert werden. Nach der Stärkung wurden die Regeln verkündet, unteranderem dass die maximale Duschzeit höchstens sieben Minuten betragen darf. Diese Vereinbarung war notwendig, da das Haus nur über eine Dusche verfügte. Am Abend stand das legendäre Kochduell auf der Tagesordnung. Hierbei kochen zwei Jugendteams, die die identischen Zutaten erhalten, ein Drei-Gänge-Menü, das dann von einer Jury - den Betreuern - bewertet wird. Wie bereits im letzten Jahr kredenzten die Jungköche leckere Menüs, nur das Timing muss noch etwas optimiert werden. Zum Tagesabschluss brach die Mannschaft  in die Dunkelheit auf, um einen Aussichtsturm, der sich gleich in der Nähe befand, zu erkunden.

Nach  dem Frühstück startete dann am Freitag eine Schnitzeljagd über die „Goldene Straße“ hin zur Burgruine Leuchtenberg. Auf der 16 Kilometer langen Strecke galt es Fragen zur Feuerwehr und zur Unterkunft zu beantworten, so zum Beispiel „Wie viele Betten hat die Blockhütte?". Nach gut fünf Stunden traf die erste Gruppe in der Burg ein. Das zweite und dritte Team schaffte es leider aufgrund der früh einsetzenden Dämmerung nicht mehr bis zum Ziel und wurde von einer Spezialeinheit, die sich bis zum mysteriösen „weißen Haus“ durchschlug abgeholt. Am Abend wurde die Hütte dann zur Showarena umgebaut, denn das Event „2 Teams und ein Stefan“ stand auf dem Programm. Das Spiel ist vergleichbar mit der Sendung „Schlag den Raab", nur dass hier zwei Mannschaften gegeneinander antreten.

 Die zweite Nacht endete abrupt gegen 6:30 Uhr, denn die Brandmeldeanlage schlug Alarm. Sofort wurde nach dem Brandherd gesucht und im Keller schlug dem Erkundungstrupp ein beißender Geruch entgegen. Schnell stellte sich heraus, dass es sich hier nicht um die Ursache handelte. Ein Fallrohr der Toilette war dicht und führte zu einer kleineren Überschwemmung im Untergeschoss. Die Suche ging somit weiter und im Erdgeschoss konnte der Brandherd aufgespürt werden. Der Küchenmeister hatte unglücklicherweise (oder war es Absicht?) einen Wasserkocher direkt unter einem Rauchmelder positioniert, der dann schlussendlich den Hausalarm auslöste.

Später brach ein Teil der Gruppe zur Feuerwehr Vohenstrauß auf. Dort angekommen erhielten die Jugendlichen eine sehr interessante Führung, angefangen bei den Fahrzeugen bis hin zu den Räumlichkeiten. Nach gut zwei Stunden ging es zurück zur Hütte, wo in der Zwischenzeit der Wasserschaden im Keller beseitigt worden war.

Am Nachmittag ging es dann in die Thermenwelt Weiden. Die Vorfreude auf ein warmes Bad war groß, das Becken schnell ausgemacht und der Sprung ins Wasser ließ nicht lange auf sich warten. Doch die angegebenen 30 Crad waren frischer als gedacht, sodass sich ein Großteil in das Dampfbad zurück zog. 

Zum Abschluss des Tages gab es den berühmt berüchtigten Schokobrunnen, der die verbrannten Kalorien der Wanderung und des Schwimmbadbesuches wieder kompensierte, sodass am Sonntag mit „vollem“ Tatendrang die Blockhütte auf Vordermann gebracht werden konnte.

Am Ende waren sich alle einig: „A geils Wochenende war's, schad das scho wieda vorbei is, nächsts Jahr fahr ma wieda furt!"  (Pr)

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