Gefahrguteinsatz im Stadtwesten

Geschrieben von Bericht: Berufsfeuerwehr Regensburg Bilder: ScMa am .

Am Donnerstag den 10.03.2022 kam es zu einem Austritt von Säure in einem Betrieb im Stadtwesten. Personen wurden nicht verletzt, auch eine Gefahr für die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit.

Um 12:19 Uhr wurden die Berufsfeuerwehr sowie mehrere Einheiten der Freiwilligen Feuerwehren mit dem Gefahrgutzug alarmiert. Auf dem Betriebsgelände wurde die Einsatzleitung von Einsatzkräften der Betriebsfeuerwehr empfangen. Das betroffene Gebäude war bereits geräumt und vorbildlich abgesperrt worden. Nach einer detaillierten Einweisung in die Lage, an der auch Fachkräfte des Betriebs beteiligt waren, wurden die Einsatzmaßnahmen in enger Kooperation aller Feuerwehren vor Ort abgestimmt.

Nach dem Austritt einer verdünnten Säuremischung musste einerseits der Gefahrstoff an der Austrittstelle gebunden und aufgenommen werden, nachdem der Zufluss in den Tank gestoppt war. Aufgrund der ausgetretenen Menge musste man außerdem von einer Ausbreitung in das Fehlbodensystem ausgegangen werden. Deshalb kam ein weiterer Trupp im Chemikalienschutzanzug im darunterliegenden Geschoss zur Öffnung der Decke zum Einsatz. Dieser nahm weitere Mengen der ausgetretenen Mischung auf. Parallel erfolgten Messungen auf Atemgifte im Gebäude, mit denen bei der Freisetzung und Reaktion dieser Säure zu rechnen war. Diese Messungen waren jedoch ohne Befund. Für die eingesetzten Kräfte stand ein weiterer Trupp unter Chemikalienschutz zur Sicherheit in Bereitschaft, zudem wurde für Personal und Material ein Dekontaminationsplatz eingerichtet. Nach Aufnahme der größten Mengen des Gefahrguts konnte die Einsatzstelle deshalb nach rund drei Stunden an die Betriebsfeuerwehr übergeben werden.

Am Einsatz waren neben der Berufsfeuerwehr die Einheiten der Löschzüge Winzer und Altstadt sowie die Freiwillige Feuerwehr Burgweinting beteiligt. Ebenfalls an der Einsatzstelle waren ein Fachberater ABC, Polizei und Rettungsdienst mit Einsatzleiter, Organisatorischem Leiter, Leitendem Notarzt und mehreren Rettungswagen. Die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten war sehr konstruktiv und von hohem Maß an Kooperation geprägt. Die Einsatzleitung konnte in den Räumen der Betriebsfeuerwehr, abgesetzt vom Geschehen, dennoch in enger Abstimmung mit den Einsatzkräften an der Schadensstelle, arbeiten.  

Die Freiwilligen Feuerwehren Oberisling und Graß und weiteres Personal der Berufsfeuerwehr besetzten die Hauptfeuerwache. In den Nachmittagsstunden wurde aus dieser Wachbesetzung heraus ein Brandmeldealarm im Hauptbahnhof beantwortet. Gegen 16 Uhr waren alle Einsatz- und Aufräumarbeiten beendet.

Einsatzleiter: Christoph Tresch, Inspektionsdienst

 

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