ABC-Einsatz am Uniklinikum Regensburg

Geschrieben von Bericht: Berufsfeuerwehr Regensburg Bilder: FlSt am .

Aufgrund eines ABC-Einsatzes mussten heute Nacht am Regensburger Universitätsklinikum die Notaufnahme kurzzeitig gesperrt werden.

Um 03:00 Uhr morgens wurde die Berufsfeuerwehr mit Inspektionsdienst mit der Meldung „Undefinierbare Flüssigkeit“ zum Universitätsklinikum Regensburg alarmiert. Ein Patient wurde am Klinikum angeliefert mit dem Verdacht, dass dieser mit einem Gefahrstoff in Kontakt kam. Eine Kontamination und Inkorporation konnte nicht ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund wurde zusammen mit der Leitung der Notaufnahme die Dekontamination des Patienten festgelegt.

Hierzu wurden zwei Trupps der Berufsfeuerwehr und das Klinikpersonal eingesetzt. Ein Sicherheitstrupp stand für die Dauer der Dekontamination bereit. Alle beteiligten schützten sich mit spezieller Schutzkleidung. Nach der Dekontamination des Patienten wurde dieser dem Klinikpersonal übergeben und weiterer Behandlung zugeführt. Parallel wurde ein Dekonplatz für die Einsatzkräfte vor der Notaufnahme eingerichtet. Die eingesetzten Kräfte wurden nach der Versorgung des Patienten am Dekonplatz ebenfalls dekontaminiert. Somit konnte eine Kontaminationsverschleppung ausgeschlossen werden. Hierbei unterstützte die Freiwillige Feuerwehr Burgweinting, welche als Dekontaminationseinheit als Teil des Gefahrgutzuges nachalarmiert wurde.

Das Klinikpersonal veranlasste unverzüglich die Validierung des Gefahrstoffes durch ein Labor, welches nach dem Einsatz Entwarnung geben konnte. Es handelte sich um keinen Gefahrstoff. 

Für die Dauer des Einsatzes übernahmen Kräfte der Berufsfeuerwehr, welche sich noch an der Feuerwache befanden, sowie die Einsatzkräfte des Löschzugs Weichs und ein weiterer Inspektionsdienst die Absicherung des Stadtgebietes für mögliche Paralleleinsätze. Die Feuerwehr war mit 28 Einsatzkräften vor Ort, darunter 15 Kräfte der Berufsfeuerwehr und 13 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Burgweinting.

Im Einsatz waren neben der Feuerwehr vorsorglich der Rettungsdienst, mit dem Einsatzleiter Rettungsdienst, einem Rettungswagen und einem Notarzt sowie die Polizei.


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