Jugendgruppe übernimmt Kommando des Segelschiffs „Nirwana“

Geschrieben von prs am .

Am Sonntag, den 29. Juli war es endlich soweit! Nach einer langen und sorgfältigen Vorbereitung machte sich unsere Jugendgruppe frühmorgens in die Niederlande zur 800 Kilometer entfernten Stadt Enkhuizen auf. Dort angekommen wurde zunächst einmal die Innenstadt besichtigt und von den Jugendlichen noch letzte Einkäufe getätigt bevor es aufs Segelschiff ging.

Zurück im Hafen galt es dann das Gepäck der Mannschaft sowie den Proviant für fünf Tage an Bord der „Nirwana“ – der Name des Segelschiffs – zu bringen. Durch die vielen helfenden Hände war das Schiff in kürzester Zeit beladen und die Skipperin konnte mit der Einweisung beginnen. Im Nachgang wurden die Kojen bezogen und zu Abend gegessen.

Nach einer Nacht im Hafen hieß es Leinen los und kurz darauf wurden auch schon die Segel ein erstes Mal gehisst. Zu Beginn herrschte zugegebenermaßen noch ein wenig das Chaos, doch nach ein paar Minuten waren die vier Segel gehisst. Nachdem der Wind aber ständig drehte, waren die Jugendlichen gut damit beschäftigt die Segel immer wieder neu auszurichten. Gegen Mittag stand dann auch das Fahrziel, der Hafen von Den Oever, fest. Nachdem sich dieser nicht mehr allzu weit entfernt befand, bot sich die Gelegenheit einer Badepause, über die sich die Crew rege freute. Am Zielort angekommen wurde dann eine nahegelegene Aussichtsplattform aufgesucht, die einen tollen Blick auf das IJsselmeer bot.

Am nächsten Morgen ging die Fahrt in Richtung Wattenmeer weiter. Um dort hinzukommen galt es eine Schleuse zu nutzen, deren Einfahrt auch die Mannschaft forderte. Zur Vermeidung von Beschädigungen waren die „Fender“ (Stoßdämpfer) am Schiffskörper der „Nirwana“ anzubringen. Nach dem Mittagessen stand das Tagesziel fest, die Insel Terschelling. Um dort anzukommen galt es die einzelnen Segel, gemäß der Kommandos der Skipperin, aufzuziehen, einzuholen oder neu auszurichten. Zum Nachmittag hin zog dann auch eine Regenfront auf, deren Anblick alle Teilnehmer beeindruckte. Als der Starkregen einsetzte, befanden sich nur noch wenige Matrosen an Deck. Die Wetterlage beruhigte sich allerdings auch wieder, sodass die Crew die Insel Terschelling trockenen Fußes betreten konnte. Auf der Insel wanderten die Jugendlichen gemeinsam mit den Jugendwarten zu einer imposanten Düne, die ein schönes Panorama über die Insel und das Wattenmeer verschaffte.

Der Mittwoch wartete mit einem ganz besonderen Highlight auf die Jugendlichen, das „Trockenfallen“. Am frühen Nachmittag steuerten wir hierzu eine Sandbank an und gingen vor Anker. Durch die Gezeiten und der damit verbundenen Ebbe setzte der Kiel der „Nirwana“ am Meeresboden auf und ermöglichte den Teilnehmern eine Wattwanderung. Hierbei wurde der ein oder andere Meeresbewohner gesichtet und auch genauer in Augenschein genommen. Mit der Flut stieg der Meerespegel in der Nacht wieder an, sodass die Fahrt am nächsten Morgen fortgesetzt werden konnte.

Am Donnerstag ging es zurück ins IJsselmeer mit Kurs auf den letzten Zielhafen - Medemblik. Die Crew war mittlerweile eingespielt und jeder Matrose wusste seine Aufgaben, die Segel konnten so routiniert und zügig in die geforderten Stellungen gebracht werden. Vor dem Einlaufen im Hafen legte die Crew wiederum eine Badepause ein. Am Abend wurde dann noch das malerische Städtchen erkundet und eine landestypische Windmühle besichtigt.

Die letzte Fahrt stand freitags an, die gegen Mittag im Heimathafen der „Nirwana“ in Enkhuizen endete. Dort angekommen wurde zunächst einmal das gesamte Schiff wieder entladen und im Nachgang das Deck geschrubbt, die Kombüse gereinigt und die Kojen gefegt. Nach gut drei Stunden war die „Nirwana“ wieder schön sauber und es hieß Abschied nehmen. Die Skipperin bedankte sich bei allen Teilnehmern für die tatkräftige Unterstützung und das Miteinander. Im Nachgang ging es dann mit dem Bus zurück nach Burgweinting.

Das Feedback der Jugendlichen war durchwegs positiv – die Fahrt wird den Meisten noch lange in Erinnerung bleiben, da viele neue Eindrücke gewonnen und neue Erfahrungen gemacht wurden. Zudem wurden der Teamgeist und die Gemeinschaft gestärkt, da jeder feststellen durfte, dass einer alleine die „Nirwana“ niemals steuern hätte können und man somit seine Kameraden braucht!