Investition in größere Flexibilität bei Rettungsgeräten

Geschrieben von (ebw) am .

Wer kennt es nicht vom Arbeitsplatz oder dem Eigenheim: viele elektrische Werkzeuge, wie z.B. Bohrschrauber, Rasentrimmer oder Kettensägen werden neuerdings mit Strom aus Akkus statt der Steckdose versorgt und sind damit flexibler im Einsatz.Auch an der Feuerwehr geht diese Entwicklung nicht vorbei ohne genannte Vorteile auch im Bereich der professionellen Rettung zu nutzen.

Für die technische Unfallrettung verfügt unsere Feuerwehr über einen hydraulischen Rettungssatz, bestehend aus einer Hochdruck-Ölpumpe, einem Spreizer, Schneidgerät und Rettungszylindern. Mit einem vierstelligen Eurobetrag beschloss unsere Vorstandschaft Ende 2017 die Beschaffung eines Kombigerätes SC358 E2 des Herstellers LUKAS. Dieses akkubetriebene Rettungsgerät vereint die Funktion eines Spreiz- und Schneidgerätes in einem und verzichtet dabei auf die schlauchgebundene Versorgung aus der Ölpumpe. Dies bringt in verschiedenen Einsatzsituationen deutliche Vorteile, da das Geräte durchaus mit ordentlichen Leistungsmerkmalen aufwarten kann! Bei einem Gewicht von ca. 19kg beträgt die Schneidkraft ca. 492 kN, die max. Spreizkraft 1.500 kN und nahe den Arbeitsspitzen 38 kN, umgerechnet also etwa 4 Tonnen!

Die Vorteile des neuen Geräts liegen auf der Hand: Einsetzbarkeit an schwer zugänglichen Einsatzorten, Ersteinsatz bei Verkehrsunfällen, Verwendung großen Höhen und bei beengten Platzverhältnissen, für flexible Tür- und Toröffnungen bei Brandeinsätzen und nicht zuletzt wenn keine geeignete Stromversorgung zur Verfügung steht. 

Das neue Akkugerät wurde von unseren Gerätewarten in Eigenleistung im LF20 eingebaut. Die Beladung des LF20 wurde im Zuge dieser Neuerung um eine Bereitstellungsplane für die Gerätschaften im THL-Einsatz erweitert. Zusammen mit den LF 16/12, auf welchem der hydraulische Rettungssatz verlastet ist, verfügt unsere Wehr somit über zwei Fahrzeuge mit Beladung zur technischen Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen.

In selbiger Beschaffungsrunde wurde unsere Ausstattung noch mit 2 tragbaren Akku-LED Beleuchtungssystemen der Firma Rosenbauer ergänzt. Auch hier gilt: „ohne Kabel ist man flexibler“. In unwegsamen Gelände, bei Hochwasserlagen, im Gleisbereich, oder auf Dächern und in Kellern, also überall, wo keine Stromversorgung zur Verfügung steht, leisten ab sofort die Akku-betriebenen LED-Scheinwerfer bis zu 8 Stunden einwandfreie Ausleuchtung.

Sollten Sie sich näher für die Ausrüstung IHRER Stadtteilfeuerwehr in Burgweinting interessieren oder Fragen zu unseren Geräten und Fahrzeugen haben, bieten wir auch gerne eine persönliche Vorstellung unserer Ausrüstung an. Melden sie sich hierfür einfach über unser Kontaktformular!

 

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